CDU-Abgeordnete lehnen IHK Fusion ab und fordern Verantwortung bei Rot-Grün ein

Die aktuellen Überlegungen einer Fusion der IHK Lüneburg/Wolfsburg mit der IHK Braunschweig lehnen die CDU-Landtagsabgeordneten im Hamburger Umland entschieden ab. Die CDU-Abgeordneten schließen sich damit der Position der Landräte aus Stade, Harburg und Lüneburg sowie dem Lüneburger Oberbürgermeister an. Das letzte Wort bei einer solchen Fusion hätte die niedersächsische Landesregierung. Laut Medienberichten sollen die bisherigen Gespräche wohlwollend durch den niedersächsischen Wirtschaftsminister Olaf Lies begleitet worden sein. Hierfür gibt es bei den Landtagsabgeordneten Kai Seefried, Helmut Dammann-Tamke, Heiner Schönecke, André Bock und Karin Bertholdes-Sandrock kein Verständnis.

„Wir fordern die Landtagsabgeordneten von SPD und Grünen in unserer Region wie Petra Tiemann, Uwe Santjer, Andrea Schröder-Ehlers und Elke Twesten dazu auf, sich bei der Landesregierung und dem SPD-geführten Wirtschaftsministerium für eine Ablehnung einer solchen Fusion einzusetzen“, so Kai Seefried aus Drochtersen. „Die Industrie- und Handelskammern müssen auch zukünftig die Interessen ihrer Unternehmen regional vertreten. Stade und Lüneburg sind ein gemeinsamer Wirtschaftsraum, der auf Hamburg ausgerichtet ist, da passt eine Fusion mit Braunschweig nicht“, so Helmut Dammann-Tamke aus Ohrensen. Der Landtagsabgeordnete Heiner Schönecke aus Elstorf hebt vor allem den Blick auf die Metropolregion Hamburg hervor, „Wir müssen in unseren Wirtschaftsräumen denken und haben hier im Hamburger Umland ganz andere Chancen und Themen als Braunschweig“. André Bock aus Winsen hält die aktuelle Entwicklung für sehr bedenklich: „Für die zukünftige Positionierung unserer Region wäre ein solcher Zusammenschluss ein schwerer Fehler“. Die Abgeordnete Karin Bertholdes-Sandrock aus Lüchow befürchtet durch eine Fusion eine Schwächung der unmittelbaren Kontakte und negative Auswirkungen gerade für periphere Räume.