Jan Bauer + Andrè Bock

Schulgesetznovelle gefährdet Förderschulen im Landkreis Harburg

Die CDU-Landtagsabgeordneten André Bock und Jan Bauer üben deutliche Kritik an den geplanten Änderungen im Niedersächsischen Schulgesetz. Insbesondere die vorgesehenen Regelungen für Förderschulen stoßen bei Schulen, Eltern und Kommunen auf große Sorgen.

„Die Landesregierung schwächt mit ihrer Schulgesetznovelle genau die Strukturen, die für viele Kinder mit besonderem Unterstützungsbedarf unverzichtbar sind“, erklärt André Bock. „Förderschulen sind nicht nur Lernorte für Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf, sondern wichtige Kompetenzzentren für das gesamte inklusive Schulsystem.“

Besonders kritisch sehen Bock und Bauer die geplante Streichung der ausdrücklichen Förderzentrumsfunktion sowie die Einschränkung des Zugangs zu Förderschulen. Nach Einschätzung zahlreicher Experten könnten dadurch bestehende Förderschulstandorte langfristig in ihrer Existenz gefährdet werden.

„Fast 100 Förderschulen und Grundschulen haben sich in einem gemeinsamen Schreiben an Kultusministerin Julia Willie Hamburg gewandt und eindringlich vor den Folgen der geplanten Änderungen gewarnt. Diese Sorgen dürfen nicht einfach beiseitegeschoben werden“, betont Jan Bauer.

Auch der Landeselternrat und die kommunalen Spitzenverbände hätten erhebliche Bedenken geäußert. Die Kritik richte sich insbesondere gegen die geplante Beschränkung auf einen ausschließlich oder vorrangig festgestellten Unterstützungsbedarf. Viele Förderschulen beschulten heute erfolgreich Kinder mit mehreren Förderbedarfen gleichzeitig.

„Die Landesregierung behauptet, Inklusion stärken zu wollen. Tatsächlich werden aber sonderpädagogische Kompetenzen geschwächt und bewährte Strukturen infrage gestellt. Das ist kein Fortschritt, sondern ein Rückschritt“, so Bauer.

Gerade im Landkreis Harburg leisteten die Förderschulen in Winsen und Buchholz täglich hervorragende Arbeit. Sie unterstützten Kinder individuell, entlasteten Regelschulen und stünden Eltern als verlässliche Partner zur Seite.

André Bock erklärt: „Wer Inklusion ernst meint, darf Förderschulen nicht weiter schwächen. Wir brauchen beides: starke inklusive Schulen und starke Förderschulen. Die ideologischen Debatten, die von der rot-grünen Landesregierung seit 2013 geführt werden, helfen den betroffenen Kindern und ihren Familien nicht weiter. Entscheidend ist, was in der Praxis funktioniert.“

Die CDU fordert die Landesregierung deshalb auf, die Kritik aus der Praxis ernst zu nehmen und die vorgesehenen Regelungen zu überarbeiten.

„Die Betroffenen vor Ort wissen am besten, was funktioniert. Statt über ihre Köpfe hinweg zu entscheiden, sollte die Landesregierung endlich auf Schulen, Eltern und Fachleute hören“, so Jan Bauer abschließend.

2026_06_18 - CDU - neuer Fraktionsvorsitzender (01)

Jan Bauer zum Vorsitzenden der Kreistagsfraktion gewählt

CDU-Kreistagsfraktion stellt sich für die Kommunalwahl neu auf

Die CDU-Kreistagsfraktion im Landkreis Harburg hat Jan Bauer zu ihrem neuen Vorsitzenden gewählt. Der Buchholzer Landtags- und Kreistagsabgeordnete übernimmt das Amt von Christian Horend, der den Fraktionsvorsitz aus privaten Gründen niedergelegt hat.

Mit Blick auf die Kommunalwahl im Herbst stellt sich die Fraktion damit personell neu auf und setzt zugleich auf Kontinuität in ihrer politischen Arbeit für den Landkreis Harburg. Dem Vorstand der CDU-Kreistagsfraktion gehören künftig neben Jan Bauer Dr. Hans-Heinrich Aldag, Maximilian Leroux, Martina Oertzen und Anette Randt an.

„Ich freue mich sehr über das Vertrauen meiner Fraktionskolleginnen und Fraktionskollegen“, erklärt Jan Bauer. „Bis zur Kommunalwahl möchten wir die verbleibenden Aufgaben mit voller Kraft angehen und gleichzeitig die inhaltlichen Weichen für die kommende Wahlperiode stellen. Die CDU-Kreistagsfraktion ist geschlossen, erfahren und für die Zukunft gut aufgestellt.“

Bauer dankte seinem Vorgänger Christian Horend für dessen Engagement an der Spitze der Fraktion. „Christian Horend hat über mehr als 10 Jahre die vielfältigen organisatorischen Aufgaben der größten Kreistagsfraktion als Geschäftsführer perfekt gemanagt und den notwendigen Kontakt zur Kreisverwaltung und zu den andren Fraktionen gepflegt. In den vergangenen Monaten hatte er dann die Gesamtverantwortung als Vorsitzender übernommen und die Fraktion mit großem Einsatz geführt. Für die vertrauensvolle Zusammenarbeit und seinen Einsatz für unsere gemeinsame Arbeit danke ich ihm herzlich.“

Besonders würdigte Bauer die Verdienste von Dr. Hans-Heinrich Aldag, der die CDU-Kreistagsfraktion über 18 Jahre als Vorsitzender geprägt hat. „Hans-Heinrich Aldag hat die Kreispolitik über Jahrzehnte maßgeblich mitgestaltet. Seine Erfahrung, seine, Verlässlichkeit, sein diplomatisches Geschick und seine tiefe Verbundenheit mit dem Landkreis Harburg haben unsere Fraktion nachhaltig geprägt. Ich freue mich sehr, dass er dem Vorstand weiterhin mit seiner Erfahrung zur Seite steht.“

Der FDP-Fraktionsvorsitzende Arno Reglitzky begrüßte die Wahl Bauers: „Jan Bauer steht für eine sachorientierte und verlässliche Kommunalpolitik. Die Zusammenarbeit zwischen CDU und FDP ist von Vertrauen und gegenseitigem Respekt geprägt. Ich freue mich auf die weitere gemeinsame Arbeit für unseren Landkreis.“

Auch Dr. Hans-Heinrich Aldag gratulierte seinem Nachfolger: „Jan Bauer verfügt über große Erfahrung und Kompetenz in Politik und allem weiteren, was den sozialen Zusammenhalt prägt, er hat ein tolles Gespür für die Themen im Landkreis und die Fähigkeit, Menschen zusammenzubringen. Die Wahl ist Ausdruck des großen Vertrauens innerhalb der Fraktion.“

Der CDU-Kreisvorsitzende André Bock erklärte: „Jan Bauer ist seit vielen Jahren eine starke Stimme für den Landkreis Harburg. Er verbindet kommunalpolitische Erfahrung mit klaren politischen Positionen und einem offenen Ohr für die Anliegen der Menschen. Die CDU im Landkreis Harburg ist personell und inhaltlich hervorragend aufgestellt und geht geschlossen in die Kommunalwahl.“ Die CDU-Kreistagsfraktion wird auch in den verbleibenden Monaten der Wahlperiode ihre Schwerpunkte in den Bereichen Infrastruktur, Bildung, Wirtschaft, Finanzen und Sicherheit konsequent weiterverfolgen.

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Bock: Illegale Migration lässt sich begrenzen und Niedersachsen muss endlich handeln

Hannover. „Illegale Migration zu begrenzen ist möglich – der Bund zeigt, wie es geht. Jetzt muss Niedersachsen endlich nachziehen“, erklärt der innenpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, André Bock.

Die unionsgeführte Bundesregierung habe in kurzer Zeit einen klaren Kurswechsel vollzogen: Die Zahl der Asylanträge sei innerhalb eines halben Jahres um 55 Prozent gesunken. Möglich gemacht hätten dies unter anderem ausgeweitete Grenzkontrollen, die Aussetzung des Familiennachzugs für subsidiär Schutzberechtigte, konsequente Abschiebungen von Straftätern sowie eine erleichterte Einstufung sicherer Herkunftsstaaten. „Ordnung und Integration gehören zusammen. Der deutsche Pass muss am Ende erfolgreicher Integration stehen“, so Bock.

Ganz anders die Lage in Niedersachsen: Das Verbrechen von Friedland habe erneut offengelegt, dass Rückführungen zu langsam, zu unkoordiniert und zu wenig zentral organisiert seien. „Der Fall zeigt die Risiken, wenn ausreisepflichtige Personen jahrelang im System verbleiben oder untertauchen können“, betont Bock.

Kritik übt die CDU insbesondere an der Zersplitterung der Zuständigkeiten, am Umgang mit Dublin-Fällen sowie am inzwischen kassierten Abschiebungserlass der Landesaufnahmebehörde. Auch sogenannte ‚Wege ins Bleiberecht‘ für Geduldete seien ein falsches Signal: „Geduldete haben kein Aufenthaltsrecht. Wer geltendes Recht unterläuft, beschädigt das Vertrauen in den Rechtsstaat.“

Die CDU-Landtagsfraktion fordert deshalb einen Kurswechsel: zentrale Strukturen für Dublin- und Sekundärmigrationsfälle, eine grundlegende Überarbeitung des Rückführungserlasses, mehr Abschiebungshaftplätze sowie die konsequente Umsetzung von Bezahlkarte und Arbeitspflicht.

„Mit dem GEAS-Anpassungsgesetz schafft der Bund die Voraussetzungen für schnellere Verfahren. Niedersachsen darf nicht länger abwarten, sondern muss handeln“, so Bock abschließend. „Eine Wende in der Migrationspolitik ist auch bei uns möglich – wenn der politische Wille da ist.“

André Bock, MdL

Bock: Brauchen erhebliche Nachbesserungen beim Polizeigesetz – Schutz für Frauen und Kinder darf nicht weiter verzögert werden

"Wer hier von einem modernen Polizeigesetz spricht, liefert einen Treppenwitz. Der Schutz für Frauen und Kinder darf nicht weiter verzögert werden und bedarf erheblicher Verbesserungen“, erklärte der innenpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, André Bock, im Anschluss an die vergangene Landtagsdebatte. „Niedersachsen bleibt deutlich hinter anderen Bundesländern zurück. Frau Behrens behauptet, wir bekämen das modernste Polizeigesetz Deutschlands – dafür wäre sie preisverdächtig, wenn es einen Preis für den Witz des Jahres gäbe.“

Bock verweist auf konkrete Beispiele: „Berlin ermöglicht der Polizei inzwischen den Zugriff auf Kryptowährungen und private Wallets – das schafft Niedersachsen nicht. Auch erweitert Berlin das Sicherheitsgesetz um Bodycams sogar auf Feuerwehr und Rettungsdienst – das fordern wir hier seit zwei Jahren. Rot-Grün weigert sich."

Mit Blick auf den Vorwurf der Regierungsfraktionen, die CDU habe in ihrer Regierungszeit nicht genug getan, stellt Bock klar: „Wir haben 2019/2020 in der Großen Koalition ein modernes Polizeigesetz auf den Weg gebracht – nachdem Rot-Grün vier Jahre lang gar nichts geschafft hatte. Diese Kritik geht vollständig ins Leere.“

Schwer wiegt für den CDU-Politiker vor allem, dass Rot-Grün den Schutz von Frauen und Kindern vor häuslicher Gewalt weiter verzögert. „Heute war eine der dunkelsten Stunden für jedes Opfer häuslicher Gewalt“, so Bock in gestrigen Landtagsdebatte. „Die Landesregierung hat uns noch vor drei Wochen zugesagt, die elektronische Fußfessel vorzuziehen – heute sagt Innenministerin Behrens, dass nichts davon passiert. Das ist ein direkter Schlag ins Gesicht von Frauen und Kindern häuslicher Gewalt.“

Die CDU fordert deshalb ein sofortiges Handeln: „Wir könnten das Teilgesetz zur elektronischen Fußfessel noch im Dezember an ein laufendes Gesetzgebungsverfahren ankoppeln – das haben wir in der Vergangenheit mehrfach erfolgreich gemacht“, sagt Bock. „Rot-Grün verweigert diesen Weg und Weg und lässt zu, dass es weiterhin Femizide gibt.“

Die technischen Möglichkeiten seien längst vorhanden: „Täter könnten umgehend mit einer elektronischen Fußfessel ausgestattet werden. Gleichzeitig erhalten Opfer eine App-basierte Warnung, sobald sich der Täter nähert – das sogenannte spanische Modell. Dass die Regierung diesen Weg nun endlich im Gesetz vorsieht, begrüßen wir ausdrücklich. Aber ohne Umsetzung nützt es keinem Opfer.“ Bock fordert eindringlich: „Jeder weitere Tag, an dem die Regierung untätig bleibt, ist einer zu viel. Wir haben in Deutschland über 300 Todesopfer häuslicher Gewalt pro Jahr. Sicherheitspolitik darf nicht an Versprechen scheitern – sie muss schützen. Und zwar sofort.“

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