Der Wolf im Landkreis Harburg - ein Problem ? André Bock eröffnet Gesprächsreihe "André Bock im Dialog"

Winsen: Der Winsener CDU-Landtagsabgeordnete André Bock eröffnet seine Gesprächsreihe "André Bock im Dialog" und beginnt mit dem aktuellen Thema „Der Wolf im Landkreis Harburg – ein Problem?".

Die erste Veranstaltung der Dialogreihe findet statt am Dienstag, den 20. Juni 2017 um 19:00 Uhr im Alten Geidenhof in Hanstedt. Eingeladen sind der CDU-Landtagsabgeordnete Ernst-Ingolf Angermann aus Bergen, der das Thema Wolf in der CDU-Fraktion begleitet sowie Raoul Reding, Wolfsbeauftragter der Landesjägerschaft Niedersachsen. Weitere Gäste für die Diskussion sind Horst-Günter Jagau (Vorsitzender der Jägerschaft im Landkreis Harburg) und Andrea Röhrs (CDU-Kreistagsmitglied und Landwirtin mit Hof in Sangenstedt).

Die Rückkehr des Wolfes nach Niedersachsen ist ein Erfolg für den Artenschutz. Jedoch führt das Nebeneinander von Mensch und Wolf sowie das in den letzten Wochen und Monate Übergreifen der Wölfe auf Weidetiere zu Problemen in unserer dicht besiedelten Kulturlandschaft, sagt André Bock. Mit den zunehmenden Übergriffen auch auf ausgewachsene Rinder ist eine neue Bedrohungsschwelle erreicht. Wolfssichere Einzäunungen sind besonders in küstennahen Grünlandregionen und Deichzonen kaum möglich. Kilometerlange wolfssichere Zäune würden Sperrriegel für Reh-, Dam-, Rot- und Schwarzwild bilden. Die Artenvielfalt würde dadurch bedroht.

Die Populationsentwicklung des Wolfes darf auch aus Tierschutzgründen nicht dazu führen, dass Weidetiere zukünftig vermehrt in Ställen gehalten und Wildtiere von ihren natürlichen Nahrungsflächen ausgesperrt werden. Zudem muss der Umgang mit verhaltensauffälligen Wölfen klar geregelt werden, da Wölfe auch in bewohnten Bereichen vermehrt beobachtet werden.

Auch im Landkreis Harburg ist der Wolf längst angekommen, die Sichtungen mehren sich und auch die hiesigen Weidetierhalter sind zunehmend in Sorge, so der Landtagsabgeordnete und Kandidat für den Wahlkreis 50 André Bock. Nicht zuletzt die jetzt eingeführten "Mahn- und Solidarfeuer zeugen von der Verunsicherung und teilweisen Hilflosigkeit, in der sich gerade Weidetierhalter – auch bei uns im Landkreis Harburg – befinden.

Die rot-grüne Landesregierung lässt aus falsch verstandener Nostalgie ein klaren Umgang mit der Thematik Wolf und den vorhandenen Problemstellungen vermissen. Die CDU-Landtagsfraktion hat hierzu einen klaren Fahrplan in Form eines „Sieben-Punkte-Plans" vorgelegt, der unter anderem die sofortige Umsetzung der Beweislastumkehr für Billigkeitsleistungen bei Nutztierrissen vorsieht. Weiter ist vorgesehen, mindestens ein Tier aus jedem Rudel zu besendern und Wölfe, die sich vermehrt menschlichen Siedlungen nähern oder durch wiederholte Nutztierrisse auffallen, zu entnehmen. Auch die Aufnahme ins niedersächsische Jagdrecht ist vorgesehen.

Ausgehend von zurzeit ca. 80 Wölfen, wird sich die Wolfspopulation in Niedersachsen mit einer von Experten prognostizierten Steigerungsrate von über 30% pro Jahr erheblich ausdehnen. Damit einhergehend werden Weidetierrisse besonders in Grünland- und Deichregionen erheblich zunehmen. Eine Regulierung der Wolfspopulation ist unausweichlich, so der CDU-Landtagsabgeordnete André Bock.

Mit meinem ersten Dialogthema möchte ich hier vor Ort einen Beitrag dazu leisten, über das Thema Wolf aufzuklären und die Bevölkerung für die auch entstehenden Probleme aus Sicht der Fachexperten und Weidetierhalter zu sensibilisieren, so Bock abschließend.