Der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) und das Niedersächsische Umweltministerium haben den Landkreis Harburg zu sehr großen Teilen als nitratbelastet eingestuft. An unterschiedlichen Messpunkten ist man zu ganz unterschiedlichen Ergebnissen gekommen. Einige werden ausgewiesen als „signifikant steigend, andere als „nicht signifikant steigend“ und viele weitere als „signifikant fallend“ bezeichnet.

Diese Einstufung haben die Abgeordneten Andre Bock und Heiner Schönecke (beide CDU) zum Anlass genommen eine Anfrage an das Umweltministerium zu stellen.

André Bock: „Trotz der unterschiedlichen Messergebnisse wurde fast der gesamte Landkreis wurde als „rotes Gebiet“ ausgewiesen. Somit sind Landwirte mit ihren Flächen, egal ob Bio- oder konventionelle Landwirtschaft, ob als Gartenbau oder unter Landschafts-,Natur-, und Wasserschutz, aufgefordert ihre Nitratausbringung um 20% zu verringern.“

Heiner Schönecke: „„Es muss genau differenziert werden, an welchen Stellen und mit welchen Mitteln der Nitratüberschuss verringert werden kann. Eine generelle Verringerung der Nitratausbringung für jeden Landwirt, für jede ausgebrachte Frucht auf den Ackerschlägen, für Wiesen und Weiden, trifft an vielen Stellen die Falschen.“

Der Landkreis Harburg ist auch ein landwirtschaftlich geprägter Kreis. Der Schutz der Gewässer und des Grundwassers ist von besonderer Bedeutung. Der Landkreis Harburg hat nicht nur seinen eigenen Bürgerinnen und Bürgern gegenüber eine große Verantwortung, als Wasserlieferant für die Freie und Hansestadt Hamburg hat er eine entsprechende Fürsorgepflicht.

Seit Jahrzehnten haben Landwirte, in den Wasserschutzgebieten der großen Wasserförderer Hamburg Wasser und Wasserbeschaffungsverband Harburg, freiwillige Auflagen zum Schutz des Grundwassers eingehalten und jetzt diese Verordnung.

„Einige der ausgewiesenen nitratsensiblen Gebiete sind nicht nachvollziehbar und würden als Folge zur einer ungerechtfertigten Belastung der dort wirtschaftenden Landwirtinnen und Landwirte führen“, die beiden Abgeordneten abschließend.

Nitratbelastung im Landkreis Harburg – Fragen an das Umweltministerium