Winsen-Elbmarsch. Ist der Fußgängerüberweg an der Ampel der L 217 in Rönne wirklich sicher? Viele Nutzer dieser Querungsmöglichkeit in unmittelbarer Nähe zur Auffahrt zur B 404 verneinen diese Frage. Heiko Scharnweber (CDU Elbmarsch) griff diese Problematik auf, startete eine Unterschriftenaktion – an der kurzerhand 142 Rönner teilnahmen – und wandte sich an den CDU- Landtagsabgeordneten André Bock aus Winsen. Heiko Scharnweber dazu: „Die Ampel wird von vielen Fußgängern, vielfach auch Kinder und Schulkinder sowie querenden Radfahrern benutzt. Der Überweg an dieser Stelle ist auch aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens, gerade in den letzten Jahren, gefährlicher geworden. Vor allem aber nehmen Autofahrer oftmals das Rotlicht-Signal nicht wahr und daher kam es schon häufig zu kritischen Situationen.“  Zurückzuführen seien nach Ansicht von Heiko Scharnweber und der weiteren Unterzeichnenden diese Vorfälle auf die teilweise unübersichtliche Abbiegesituation im Bereich der Auffahrt zur B 404, auf die zu bestimmten Jahreszeiten tiefstehende Sonne und eben dem zunehmenden Verkehr auf der L 217 / 404.

Die Unterzeichner wünschen sich Abhilfe durch das Anbringen zusätzlicher Signalanlagen, sog. „Vorwarner“ in beide Fahrtrichtungen der L 217, die bei Ampelschaltung aufmerksam machen sollen oder gar dem Versetzen der Ampelanlage mit einem erhöhten Abstand zur Abbiegespur zur 404. „Wir müssen etwas tun, bevor es zu einem Unfall kommt“, gibt Heiko Scharnweber zu bedenken. André Bock schaute sich vor Ort mehrmals die Situation an und sagte umgehend seine Unterstützung für die Forderungen der Rönner zu. „Mir erscheint diese unmittelbare Nähe zur stark genutzten B 404 und die doch unübersichtlich wirkende Ampelanlage zu gefährlich, gerade auch wenn wir dabei an die jüngsten Verkehrsteilnehmer, die Kinder denken“, sagt André Bock. In einem Schreiben wandte sich Bock an die zuständige Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Lüneburg und wies auf die Sorgen vor Ort und die unglückliche Situation hin.

Aus Lüneburg reagierte man zügig und teilte nun mit, man habe zusammen mit der Polizeiinspektion Harburg sowie der Unteren Verkehrsbehörde des Landkreises und der zuständigen Straßenmeisterei die Situation im Bereich der Einmündung L 217 / Am Redder begutachtet. Nach Auskunft der Polizeiinspektion liegen in diesem Bereich zwar keine Unfallhäufungen vor, man wolle aber den Fußgängern eine wirklich sichere Querung der L 217 ermöglichen. Daher sollen nun die vorhandenen Signalgeber an der Ampel gegen solche in LED-Technik ausgetauscht werden. Durch die Leuchtkraft dieser Technik wird eine bessere Sichtbarkeit für die Verkehrsteilnehmer, speziell bei starker Sonneneinstrahlung, ermöglicht. Außerdem soll das Signalprogramm zugunsten der Fußgänger angepasst werden.

Ein Versetzen der Signalanlage sei aufgrund der vorhandenen Grundstückszufahrten kurzfristig jedoch nicht möglich.

Mit Hilfe von zusätzlicher Markierung solle aber die Abbiegesituation im Bereich der Auffahrt zur B 404 besser verdeutlicht und entschärft werden.

Nach Umsetzung aller Maßnahmen werde die Behörde die Situation weiter beobachten. „Die Landesbehörde teilte mir weiter mit, dass die Arbeiten voraussichtlich noch in den Sommerferien stattfinden sollen. Wenn dies gelingt, hätten wir rechtzeitig vor Schulbeginn die Situation hoffentlich etwas entschärft“, sagt André Bock.

„Ich danke ausdrücklich Heiko Scharnweber und den 142 Unterzeichnern für diese wichtigen Hinweise. Nur durch gegenseitige Aufmerksamkeit erreichen wir auch sichere Verkehrswege. Ich bleibe in dieser Sache am Ball“, so Bock abschließend.